Ratgeber · Für Creator: starten und verdienen
Warum bekomme ich für einen Kauf über meinen Link keine Provision?
Eine Provision fehlt, wenn der Shop den Kauf nicht deinem Link zuordnet oder später nicht anerkennt. Mögliche Gründe: Widerruf, Rücksendung oder Storno, abgelehnte Cookies, eine Bestellung nach dem Zeitfenster oder auf einem anderen Gerät, zwischendurch ein Klick auf den Link eines anderen Partners oder ein Ausschluss im Programm. Beim Amazon-Partnerprogramm etwa kann zählen, was die Person spätestens 24 Stunden nach deinem Klick kauft oder in den Warenkorb legt und binnen 89 Tagen nach dem Klick bestellt.
Stand:
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Woran es liegen kann und was du prüfst
| Grund | Was passiert | Was du prüfst |
|---|---|---|
| Widerruf, Rückgabe oder Storno | die Provision fällt ganz oder für die zurückgeschickten Teile weg | den Status in deiner Übersicht: offen oder storniert |
| Cookies abgelehnt | der Shop kann den Kauf eventuell nicht zuordnen | nicht prüfbar, das entscheidet die kaufende Person |
| Kauf nach dem Zeitfenster | das Zeitfenster ist vorbei; bei Amazon: Sitzung bis 24 Stunden, Warenkorb bis 89 Tage | Klickzeit und Kaufzeit, wenn du sie kennst |
| Anderes Gerät, anderer Browser, App des Shops | die Kennung aus deinem Klick kann dort fehlen | wo geklickt und wo bestellt wurde |
| Danach ein Klick auf einen anderen Partner-Link | bei Amazon endet deine Sitzung | nicht prüfbar |
| Gekauft in einem anderen Shop | der verlinkte Shop hat nichts zu vergüten | bei welchem Shop bestellt wurde |
| Ausschluss im Programm | Produkt oder Kaufart wird nicht vergütet | die Ausschlüsse in den Bedingungen |
| Link fehlerhaft | der Kauf wird eventuell nicht erfasst | Link einmal öffnen und Ziel prüfen, ohne zu kaufen |
Für den Widerruf gibt es eine gesetzliche Frist: Wer in Deutschland als Verbraucherin oder Verbraucher online bestellt, kann in der Regel 14 Tage widerrufen (§ 312g Abs. 1 und § 355 Abs. 2 BGB). Bei Waren beginnt die Frist, sobald sie angekommen sind, bei mehreren getrennt gelieferten Waren einer Bestellung mit der letzten (§ 356 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. a und b BGB). Ein längeres Rückgaberecht räumen manche Shops freiwillig ein, es steht dann in ihren Bedingungen. Ein Kauf, der heute auf „offen“ steht, kann also noch Wochen nach der Bestellung wegfallen.
Warum der Shop den Kauf nicht deinem Link zuordnet
Ordnet ein Shop Käufe über ein Cookie zu, liegt dieses Cookie in dem Browser, in dem geklickt wurde. Laut der Web-Dokumentation MDN ist ein Cookie ein kleines Datenstück, das ein Server an den Browser schickt und das der Browser bei späteren Anfragen zurücksendet. Bestellt die Person auf einem anderen Gerät, in einem anderen Browser oder in der App des Shops, kann es dort fehlen. Angenommen, dein Link öffnet sich im eingebauten Browser einer App, und bestellt wird abends im normalen Browser des Handys: Für den Shop sind das zwei verschiedene Browser.
Bei Amazon ist das anders geregelt. Laut der Hilfe des Amazon-Partnerprogramms werden auch Artikel vergütet, die jemand in den Warenkorb legt und dann auf einem anderen Gerät kauft, sofern die Regeln zu qualifizierten Käufen und zur Sitzung erfüllt sind. Die Person muss beim Hinzufügen zum Warenkorb bei Amazon angemeldet sein. Legt sie den Artikel erst nach dem Gerätewechsel in den Warenkorb, gibt es keine Vergütung. Öffnet sich dein Link in der Amazon-Shopping-App, bleibt die Zuordnung zu deiner ID erhalten.
Dazu kommt die Einwilligung. Nach § 25 Abs. 1 TDDDG dürfen Informationen auf einem Gerät nur gespeichert oder dort ausgelesen werden, wenn die Person eingewilligt hat. Ausgenommen ist, was unbedingt erforderlich ist, damit der Anbieter einen ausdrücklich gewünschten digitalen Dienst zur Verfügung stellen kann (§ 25 Abs. 2 Nr. 2 TDDDG). Ob eine Kennung für die Zuordnung unter diese Ausnahme fällt, sagt das Gesetz nicht ausdrücklich. Wofür ein Shop in seinem Cookie-Banner um Einwilligung bittet, legt er selbst fest. Lehnt jemand dort ab und holt der Shop für die Zuordnung eine Einwilligung ein, fehlt ihm womöglich die Kennung aus deinem Klick.
Auch Browser begrenzen, wie lange etwas gespeichert bleibt. Laut WebKit, der Browser-Engine von Safari, löscht dessen Tracking-Schutz per JavaScript gesetzte Cookies nach sieben Tagen ohne Interaktion mit der Website. Als Interaktion zählen Klicken, Tippen und Tastatureingaben, Scrollen nicht. Erkennt der Tracking-Schutz in einem Link eine sogenannte Klick-ID, die die Zielseite per JavaScript ausliest und speichert, begrenzt er dort per JavaScript gesetzte Cookies sogar auf 24 Stunden.
So regelt es das Amazon-Partnerprogramm
Provision gibt es bei Amazon für „Qualifizierte Verkäufe“. Laut den Richtlinien des Partnerprogramms (Fassung vom 14. April 2026, gelesen am 20. Oktober 2026) beginnt mit deinem Klick eine Sitzung. Sie endet mit dem, was zuerst eintritt: 24 Stunden sind vergangen, die Person bestellt etwas (digitale Produkte ausgenommen), oder sie ruft Amazon über einen Partner-Link auf, der nicht deiner ist. Zählen kann ein Kauf in dieser Sitzung oder ein Produkt, das in der Sitzung in den Warenkorb kam und spätestens 89 Tage nach deinem Klick bestellt wird. Versandt und bezahlt sein muss es innerhalb von 180 Tagen nach dem Kauf.
Angenommen, jemand tippt am Montag um 21 Uhr auf deinen Link zu einer Stehlampe. Legt die Person die Lampe gleich in den Warenkorb und bestellt sie am Freitag, kann der Kauf zählen. Legt sie die Lampe erst am Mittwoch in den Warenkorb, ohne noch einmal über deinen Link zu kommen, war deine Sitzung schon am Dienstag um 21 Uhr vorbei. Tippt sie am Dienstagmittag auf den Amazon-Partnerlink eines anderen Creators, bevor sie etwas in den Warenkorb gelegt hat, endet deine Sitzung in diesem Moment. Was sie danach in den Warenkorb legt, zählt nicht mehr für dich.
Andere Programme legen eigene Zeitfenster und Ausschlüsse fest. Bei Amazon nehmen die Richtlinien unter anderem diese Käufe aus:
- Bestellungen, für die eine Stornierung, Rückgabe oder Erstattung angestoßen wurde
- Käufe über deine eigenen Partner-Links: Die Teilnahmevoraussetzungen verbieten sie, und auch Freundeskreis, Familie oder Geschäftskontakte darfst du nicht dazu auffordern
- Käufe im Abo, wenn im Vertrag nichts anderes steht
- Vorbestellungen von Produkten, die es noch auf keiner Produktseite gibt
- Käufe über falsch formatierte Links, die deshalb nicht richtig erfasst werden
- wenn du für die Amazon-Seiten in der EU oder im Vereinigten Königreich wirbst: Säuglingsnahrung, alkoholische Getränke, Tabakwaren und E-Zigaretten
So gehst du vor, bevor du beim Programm nachfragst
- Sammle, was du weißt: Tag und ungefähre Uhrzeit des Kaufs, Shop, Produkt und Bestellwert. Frag die Person nur nach dem, was sie dir freiwillig sagt. Name und Adresse brauchst du nicht.
- Schau in die Übersicht deines Programms. Gibt es zur passenden Zeit Klicks auf diesen Link? Steht der Kauf auf offen, bestätigt oder storniert? Ein offener Kauf ist noch nicht entschieden: Er wartet auf die Bestätigung des Shops und kann bis dahin noch wegfallen.
- Vergleiche Klickzeit und Kaufzeit mit dem Zeitfenster des Programms, bei Amazon also bis zu 24 Stunden Sitzung und 89 Tage für den Warenkorb.
- Öffne deinen Link in einem privaten Browserfenster und prüf, ob er beim richtigen Produkt im richtigen Shop landet. Kauf dabei nichts: Amazon untersagt Käufe über eigene Partner-Links, und Käufe über falsch formatierte Links zählen dort nicht. Ein Testklick reicht, denn Amazon untersagt auch, Klicks oder Sitzungen künstlich zu erzeugen.
- Lies die Ausschlüsse in den Bedingungen deines Programms: Produktgruppen, Abos, Vorbestellungen, eigene Käufe.
- Erst dann fragst du beim Programm nach, mit Datum, Shop, Produkt und Bestellwert. Wie und bis wann das geht, regelt das Programm selbst.
So ist es bei wyrld
Bei wyrld verdienst du je nach Shop pro Klick, pro Kauf oder beides. Bei Shops, die pro Klick zahlen, bekommst du nach deren Konditionen Geld für Klicks, auch wenn danach niemand kauft. Deine Klickvergütung hängt also nicht davon ab, ob ein späterer Kauf zugeordnet wird.
Die Angebote im Preisvergleich deines Shops laufen über wyrld und zählen für deinen Shop. Wählt deine Community einen anderen der gefundenen Shops, weil er günstiger ist, kannst du je nach Shop auch dort am Klick, am Kauf oder an beidem verdienen.
Provisioniert wird der Nettowert nach Retouren und Stornos, und Provisionen aus Käufen zahlt wyrld aus, sobald der Shop bzw. das Partnerprogramm sie an wyrld gezahlt hat. Weil wyrld die Affiliate-Links für dich erstellt, meldest du dich bei keinem Netzwerk selbst an und suchst einen Kauf nicht in mehreren Programmen: Klicks und Provision verfolgst du live in deinem Dashboard.
Häufige Fragen.
Bekomme ich Provision, wenn jemand über meinen Link etwas anderes kauft?
Beim Amazon-Partnerprogramm in der Regel ja. Laut Richtlinien kann ein Produkt zählen, das in der Sitzung nach deinem Klick gekauft oder dort in den Warenkorb gelegt und rechtzeitig bestellt wird. Laut Vergütungskatalog gilt das auch für ein Produkt aus einer anderen Kategorie als das verlinkte, Amazon nennt das einen indirekten Verkauf. Die Ausschlüsse gelten trotzdem. Bei anderen Programmen hängt das von deren Bedingungen ab.
Darf ich über meinen eigenen Affiliate-Link kaufen?
Bei Amazon nicht. Die Teilnahmevoraussetzungen untersagen Käufe über eigene Partner-Links, und auch Freundeskreis, Familie oder Geschäftskontakte darfst du nicht dazu auffordern. Andere Programme regeln das in ihren eigenen Bedingungen. Lies sie, bevor du über deinen Link bestellst.
Warum ist meine Provision niedriger als erwartet?
Zum Beispiel, weil nur ein Teil der Bestellung bleibt oder vom Bestellwert etwas abgezogen wird. Bei Amazon ist die Grundlage laut Richtlinien, was Amazon tatsächlich einnimmt, abzüglich unter anderem Versand, Steuern, Gutschriften und Preisnachlässen. Der Prozentsatz hängt von der Produktkategorie ab. Angenommen, eine Bestellung kostet 59,50 €, davon 4,99 € Versand, und es gelten 19 % Umsatzsteuer: Dann bleiben rund 45,81 € als Grundlage.
Zählt ein Kauf, wenn die Person Cookies abgelehnt hat?
Das hängt davon ab, wie der Shop Käufe zuordnet. Für das Speichern und Auslesen von Informationen auf dem Gerät verlangt § 25 TDDDG in Deutschland eine Einwilligung, außer es ist für einen ausdrücklich gewünschten Dienst unbedingt erforderlich. Braucht der Shop für die Zuordnung diese Einwilligung und fehlt sie, kann er den Kauf womöglich nicht deinem Link zuordnen.
Wie lange kann ich eine fehlende Provision reklamieren?
Das regelt jedes Programm in seinen Bedingungen. Bei wyrld gilt laut Creator-AGB: Einwände gegen die Abrechnung meldest du innerhalb von 14 Tagen schriftlich, danach gilt sie als genehmigt. Provisionen aus Käufen zahlt wyrld aus, sobald der Shop bzw. das Partnerprogramm sie an wyrld gezahlt hat. Ein Kauf aus diesem Monat kann also erst später ausgezahlt werden.
Stand der Angaben:
Quellen
Diese Seite erklärt allgemein, wie Käufe zugeordnet werden und was Gesetz und Programmbedingungen dazu sagen. Verbindlich sind die Bedingungen deines Programms in ihrer aktuellen Fassung. Die Seite ersetzt keine Rechtsberatung. Gelesen am :
- Amazon-Partnerprogramm: Richtlinien, Vergütungskatalog und Teilnahmevoraussetzungen (Stand 14. April 2026)
- Amazon-Partnerprogramm, Hilfe: Vergütung bei Käufen auf einem anderen Gerät und in der Amazon-App
- Amazon-Partnerprogramm: Anlage Vergütungskatalog EU (direkte und indirekte Verkäufe)
- TDDDG, § 25 (Schutz der Privatsphäre bei Endeinrichtungen)
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 312g (Widerrufsrecht)
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 355 (Widerrufsfrist 14 Tage)
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 356 (Beginn der Widerrufsfrist)
- MDN Web Docs: Using HTTP cookies
- WebKit: Tracking Prevention in WebKit